Deutschland pro Papa - München 11.07.2010

München 11.07.2010

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Deutschland pro Papa: Wann gibt's das wieder?

 

Rundherum Begeisterung bei Sommer-Demo für Papst Benedikt in München und Köln

 

(MEDRUM) Bei strahlendem Sonnenschein bekundeten am gestrigen Sonntag in München und Köln einige Tausend Katholiken ihre Solidarität mit Papst Benedikt und bezeugten ihm und der katholischen Kirche ihre Treue. "Wir stehen zu diesem Papst!", war die Botschaft, für die sie sich auf dem Roncalli-Platz in Köln und auf dem Odeonsplatz in München versammelten.

In München zelebrierte Prälat Herbert Jung die Heilige Messe im Alten Peter bevor die Kundgebung am Odeonsplatz begann.

ImageWeihbischof em. Franz Dietl überbrachte ein Grußwort des Erzbischofs von München, Reinhard Marx. Zwar müsse das Geschehene aufgearbeitet werden, es sei jedoch nicht gerechtfertigt, die katholische Kirche unter Generalverdacht zu stellen, so Marx. Er stärkte den Kundgebungsteilnehmern den Rücken. Es sei wichtig, "ein öffentliches Zeugnis zu Jesus und der Kirche zu geben".

Damit traf er das Anliegen der Gläubigen auf den Punkt. Der Leiter der Domspatzagentur Michael Ragg (Bild links im Gespräch mit Weihbischof Dietl), der die Münchner Kundgebung moderierte und maßgeblich an der Programmgestaltung mitwirkte, sagte zu Beginn der Veranstaltung:

Wir sind heute hier, um gemeinsam dem Menschen zu danken, der den wichtigsten Dienst auf dieser Erde tut, der dafür garantiert, dass die Kirche - Jesus Christus und seinem Wort die Treue hält und so rufen wir ihm aus seiner bayerischen Heimat zu: Danke, Heiliger Vater!

In den letzten Tagen sind die Organisatoren immer wieder gefragt worden: Warum macht Ihr das eigentlich? Braucht der Papst denn so eine Kundgebung? Nun, zunächst einmal brauchen wir sie, denn wir haben jetzt schon lange zugesehen, wie dieser gütige, weise und liebenswerte Mensch von ahnungslosen Berichterstattern in ein falsches Licht getaucht wird. Viele von uns hätten sich gewünscht, dass Berufenere in unserer Kirche sich deutlicher hinter den Heiligen Vater stellen. Und jetzt sagen eben wir mündige Christen, öffentlich: Wir leben diesen Papst, wir vertrauen diesem Papst, wir stehen zu diesem Papst!

Und, liebe Freunde, wir halten uns an diesen Papst, wenn die Zeiten rauher werden, denn wenn wir auf ihn schauen, schauen wir auf den Felsen, den der liebende Gott selbst für uns aufgerichtet hat und wir schauen auf einen Papst, der gesagt hat: „Jeder von uns ist die Frucht eines Gedanken Gottes. Jeder ist gewollt, jeder ist geliebt, jeder ist gebraucht." Mit einem solchen Papst gehen wir in eine wahrhaft lebenswerte Zukunft.

ImageRagg eröffnete bei strahlendem Sonnenschein (und sengender Hitze) eine Veranstaltung, bei der jeder Programmpunkt ein Volltreffer war. Das zeigten die dankbaren Reaktionen aller Beteiligten auf dem Odeonsplatz (Bild links). Wahre Begeisterung lösten die Ansprache von Gabriele Kuby, ein Live-Interview mit Alexander Kissler und besonders auch der Auftriftt der stimmgewaltigen Kathy Kelly unter den etwa 2.500 Teilnehmern aus. Stefan Schweizer, ein Münchner Teilnehmer: "Die Kundgebung in München war klasse! Es waren leider nicht ganz so viele da wie ich mir gewünscht habe, aber dafür war es auch keine so oberflächliche Veranstaltung wie zum Beispiel der Ökumenische Kirchentag. Die Redner waren allesamt große Klasse. Allen voran Gabriele Kuby (Bild unten links) hat endlich mal ganz klar das ausgesprochen, wo wir als Kirche stehen."

Freude und Dankbarkeit empfand auch Papst Benedikt XVI. selbst. Er entsandte an die Kundgebungen „Deutschland Pro-Papa“ in München und Köln seine besonderen Grüße aus Castelgandolfo. Dort hatten sich am Sonntag viele Hundert Gläubige zum Angelusgebet versammelt. Papst Benedikt wörtlich: "Und ein besonderer Gruß gilt allen, die heute in München und in Köln an der Kundgebung 'Deutschland pro Papa' teilnehmen, und zu mir ihre Sympathie und ihre Treue zum Nachfolger des Heiligen Petrus zeigen. Herzlichen Dank!"

Die Veranstaltung fand auch in den größeren Medien ihre Resonanz. Das Bayerische Fernsehen berichtete am Sonntagabend in der Rundschau und die Süddeutsche Zeitung brachte einen Bildbericht unter der Überschrift: "Benedikt, wir stehen zu Dir". Selbst Bild war die Veranstaltung eine Meldung wert: «Pro Papa»: Gläubige solidarisch mit dem Papst.

Die Initiatoren von "Deutschland pro Papa" können zufrieden sein, auch wenn dieses Mal bei der spontan geborenen InitiaImagetive noch nicht 200.000 wie am 16. Mai in Rom anwesend waren. Einige Tausend waren es und Luft nach oben gibt es für die Zukunft allemal. Michael Ragg zeigte sich im Gespräch mit MEDRUM jedenfalls höchst zufrieden: "Es war rundherum positiv." In allen Gesprächen sei zu spüren gewesen, wie sehr die Teilnehmer von dieser Solidaritätsbekundung beeindruckt waren, meinte der Moderator. Besondere Hochachtung rang Ragg Weihbischof Franz Dietl ab: "Selbst der 75-jährige Weihbischof Dietl war bewegt und applaudierte Gabriele Kuby (Bild links) bei ihrer Ansprache mit größter Begeisterung" (Redetext veröffentlicht in kath.net: Gott segne den Heiligen Vater und unsere Kirche! und in zenit: Ansprache von Gabriele Kuby bei "Deutschland pro Papa").

Besonders beeindruckt war RagImageg auch von Kathy Kellys gesanglicher Darbietung (Bild rechts), die nach der österreichischen Rockband Cardiac Move auftrat. "Unglaublich, welche Entwicklung Kathy Kelly genommen hat und welche sängerische Qualität sie zu bieten hat", meinte Ragg. Er freut sich schon jetzt auf eine Kirchen-Tournee, die die Künstlerin voraussichtlich im nächsten Jahr unternehmen will. Kathy Kelly sei es anzumerken gewesen, daß es für sie ein inneres Bedürfnis war, die Solidaritätsveranstaltung für den Papst zu unterstützen.

Für Ragg hat das Ereignis "Solidarität mit dem Papst" den Charakter einer Bewegung, die mit der Initiative von Sabine Benedikta Beschmann und Regina Steinert entstand. Ein Hauch von "Weltjugendtag" habe über der Veranstaltung gelegen, fasst der Teilnehmer Peter Esser seine in Köln gewonnenen Eindrücke zusammen. Diese Gemeinschaft eines Weltjugendtages von Köln wiederzuentdecken, dazu rief Michael Hesemann in seiner Ansprache in Köln auf (Text abgedruckt in kath.net: "Viva il Papa").

Es könnte gut sein, daß aus dem diesjährigen Gedanken eines Einmalereignisses mehr wird, etwas, das künftig den Hauch des Weltjugendtages regelmäßig erneuert. Denn der einmütige Tenor unter den Teilnehmern drückte sich in der erwartungsvollen Frage aus: "Wann gibt es das wieder?

 

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. Oktober 2010 um 12:00 Uhr

Geschrieben von: Administrator

Sonntag, den 12. September 2010 um 21:29 Uhr